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  • AutorenbildNaysha Hypnosis

Warum zögern wir so lange, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen? Die Gründe, Ängste und die Wichtigkeit, ihnen gegenüberzutreten


Klient sitzt in der Praxis für Psychologische Beratung und Hypnose, Bern

Es ist eine Situation, die vielen von uns bekannt vorkommt: Wir spüren, dass etwas nicht stimmt – sei es emotionaler Stress, psychische Belastungen oder körperliche Beschwerden – und dennoch zögern wir oft damit, uns professionelle Unterstützung zu suchen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und tiefgreifend. In diesem Blogbeitrag möchte ich näher auf die Hintergründe, Ängste und Bedenken eingehen,

die hinter dieser Zögerlichkeit stecken

und warum es so wichtig ist, sich ihnen zu stellen.


Die Angst vor Stigmatisierung

Eine der größten Hürden, die Menschen davon abhält, sich Hilfe zu suchen, ist die Angst vor Stigmatisierung. In unserer Gesellschaft gibt es immer noch ein Tabu rund um psychische Gesundheitsprobleme. Viele fürchten sich davor, als "schwach" oder "unnormal" abgestempelt zu werden, wenn sie offen über ihre Herausforderungen sprechen. Diese Angst kann dazu führen, dass Menschen lieber schweigen und allein mit ihren Problemen kämpfen, anstatt Unterstützung zu suchen.


Scham und Selbstzweifel

Ein weiterer Grund, warum Menschen zögern, sich Hilfe zu suchen, sind Schamgefühle und Selbstzweifel. Sie könnten sich für ihre Gefühle oder ihr Verhalten verurteilen und sich fragen, ob sie es nicht besser hätten verhindern können. Diese Selbstvorwürfe können dazu führen, dass sie sich isolieren und sich selbst davon überzeugen, dass sie keine Unterstützung verdienen.


Die Illusion der Selbstkontrolle

Ein häufiges Missverständnis ist die Vorstellung, dass man seine Probleme alleine bewältigen können sollte. Viele Menschen glauben, dass es ein Zeichen von Schwäche ist, um Hilfe zu bitten, und dass sie selbst die Verantwortung dafür tragen, ihre Herausforderungen zu meistern. Diese Vorstellung von Selbstkontrolle kann dazu führen, dass Menschen zögern, sich Hilfe zu suchen, selbst wenn sie erkennen, dass sie alleine nicht weiterkommen.


Warum es wichtig ist, sich diesen Ängsten zu stellen

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Entscheidung, sich Hilfe zu suchen, keine Schwäche ist, sondern ein Akt der Selbstfürsorge und Selbstachtung. Indem wir uns unseren Ängsten und Bedenken stellen und uns erlauben, verletzlich zu sein, öffnen wir die Tür zu Heilung und Wachstum. Hier sind einige Gründe, warum es so wichtig ist, diese Hürden zu überwinden:


  • Erleichterung und Entlastung: Sich jemandem anzuvertrauen und Unterstützung zu erhalten, kann eine enorme Erleichterung bringen und das Gefühl der Einsamkeit und Isolation lindern.

  • Neue Perspektiven und Werkzeuge: Professionelle Hilfe kann uns dabei helfen, neue Perspektiven zu gewinnen und Bewältigungsstrategien zu erlernen, die uns dabei unterstützen, mit unseren Herausforderungen umzugehen.

  • Prävention von Verschlimmerung: Indem wir frühzeitig Hilfe suchen, können wir verhindern, dass sich unsere Probleme verschlimmern und zu schwerwiegenden psychischen oder körperlichen Erkrankungen führen.

  • Stärkung von Beziehungen: Das Teilen unserer Herausforderungen mit anderen kann unsere Beziehungen stärken und uns dabei helfen, Unterstützung und Verständnis zu erfahren.




Es ist verständlich, dass es schwer sein kann, sich Hilfe zu suchen, aber es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Heilung und zum Wohlbefinden. Indem wir uns unseren Ängsten und Bedenken stellen und uns erlauben, verletzlich zu sein, können wir uns auf den Weg machen, ein erfüllteres und gesünderes Leben zu führen. Also, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Hilfe benötigen, zögern Sie nicht, sich Unterstützung zu suchen. Es ist nie zu spät, um den ersten Schritt zu machen.



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